Technische Schutzmaßnahmen
Stand der Technik bei allen Tätigkeiten mit dem heißen PUR-Schmelzklebstoff ist die Vermeidung der Entstehung gefährlicher MDI-Emissionen (z. B. durch Begrenzung der Temperatur), ein geschlossenes System oder eine gerichtete Quellabsaugung.
Während der Produktion auftretende MDI-Emissionen müssen abgesaugt und abgeführt werden. Hierbei sind alle Emissionsquellen wie das Vorschmelzgerät und das Leimwerk zu berücksichtigen.
Da Isocyanate bei der Verarbeitungstemperatur flüchtig sind, dürfen PUR-Schmelzklebstoffe nur mit dafür geeigneten Vorschmelzgeräten erhitzt und in dafür vorgesehenen Leimwerken verarbeitet werden.
Es ist durch Wartung und jährliche Prüfung sicherzustellen, dass die Absauganlage in einem ordnungsgemäßen Zustand arbeitet. Systeme zur Dosierung bzw. Zuführung der PUR-Schmelzklebstoffe müssen so gestaltet sein, dass ein Hautkontakt wirksam verhindert wird. Dazu werden unter anderem Abdeckungen, Spritzschutzeinrichtungen und selbstreinigende Dosierköpfe verwendet. Beheizte Aggregate und Dosiereinrichtungen müssen neben der eigentlichen Temperaturregelung eine davon unabhängig arbeitende Begrenzung der Verarbeitungstemperatur besitzen.
Ein hohes Maß an Sicherheit hinsichtlich der zuvor genannten Anforderungen geben Ihnen Maschinen mit gültigem Prüfzeichen wie dem GS- oder ET-Zeichen. Eine praktische Hilfe zur Auswahl sicherer Maschinen bietet die Internetdatenbank »Geprüfte Produkte des DGUV Test«. Hier lassen sich alle Produkte recherchieren für die ein gültiges GS-Zertifikat der Prüf- und Zertifizierungsstelle Druck und Papierverarbeitung vorliegt, wie etwa Buchbindereimaschinen.
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