Substitution

Zuerst wird geprüft, ob der Gefahrstoff oder das Verfahren durch eine weniger gefährliche Alternative ersetzt werden kann, d. h. ob anstelle des PUR-Klebstoffs mit Isocyanaten andere Klebstoffe oder Verfahren mit einem geringeren Risiko verwendet werden können.

Ist der Einsatz des PUR Klebstoffs z. B. aufgrund technischer Anforderungen notwendig, so ist zu prüfen, ob emissionsarme Produkte oder Verfahren zur Verfügung stehen, also z. B. PUR-Klebstoffe mit einem geringeren Isocyanatgehalt. Es gibt kennzeichnungsfreie PUR-Klebstoffe mit einem Diisocyanatgehalt an MDI von weniger als 0,1 Gewichtsprozent, die aufgrund dieses niedrigen Gehalts als emissionsarm gelten.
Da die Verarbeitungstemperatur ebenfalls einen großen Einfluss auf die Höhe der Emissionen an Isocyanat hat, sollte ebenfalls geprüft werden, ob grundsätzlich niedrigere Temperaturen angewendet werden können oder sogenannte Niedrigtemperatur-PUR-Klebstoffe stattdessen verwendet werden können.

Beides führt zu einer Verminderung der Emissionen und somit zur verringerten Freisetzung von Diisocyanaten (im Allgemeinen MDI).

In der Praxis werden folgende reaktive PUR-Schmelzklebstoffe eingesetzt:

Reaktive PUR-Schmelzklebstoffe

Das Ergebnis der Substitutionsprüfung muss dokumentiert werden, auch wenn das verwendete Produkt nicht substituiert oder die Verarbeitungstemperatur nicht gesenkt werden kann.

Neben der Substitutionsprüfung sind weitere nachfolgende Schutzmaßnahmen zu treffen.

  • Webcode: 26374521