Dispersionsklebstoffe

"Weißleime" stellen eine der wichtigsten Klebstoffgruppen im Bereich der Druckweiterverarbeitung dar.

Ihre Funktionsweise beruht auf der Dispersion von ganz bestimmten synthetischen Kunststoffen: Diese sind als feste, unlösliche Stoffe in einem flüssigen Dispersionsmittel verteilt, in der Regel Wasser. Als dispergierte Kunststoffe dienen neben Polyvinylacetat (im EVA-Klebstoff) bspw. auch Polymerisate auf der Basis von Ethylen- und Acrylester-Vinylacetat. Nach Wasserabgabe vernetzt der Klebstofffilm, zum Teil beschleunigt durch Wärmezufuhr.
Die breite Palette verwendbarer Rohstoffe ermöglicht es, die Eigenschaften der Dispersionsklebstoffe in erstaunlichem Umfang zu variieren, je nachdem, welche Funktion der spezielle Anwendungsfall erfordert.

Zu den Haupteinsatzgebieten zählen alle Bereiche der Buchbinderei, Druckweiterverarbeitung, Kaschierung sowie Herstellung von Ordnern, Briefumschlägen, Faltschachteln, Kartonagen, Tüten, Selbstklebeetiketten u. a.

Gesundheitsgefahren durch Dispersionsklebstoffe sind in der Regel auch bei Hautkontakt nicht zu erwarten. Für manche Personen können die in geringen Mengen enthaltenen Konservierungsstoffe, wie z. B. die sensibilisierend wirkenden (Chlor-) Methylisothiazolinone, problematisch sein (im Sicherheitsdatenblatt informieren). Besteht die Möglichkeit eines direkten Hautkontaktes (z. B. bei der Reinigung des Leimwerkes), ist ein entsprechender Hand- und Hautschutz zu tragen.

Checkliste der wichtigsten Schutzmaßnahmen

  • Hautkontakt vermeiden.
  • Vorsicht beim Umgang mit heißem Leim: Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen.
  • Leimbecken absaugen.
  • Verarbeitungstemperatur einhalten.
  • Betriebsanweisung/Unterweisung beachten.
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