Reinigungsmittel

Zur Entfettung von Maschinenteilen, zur Säuberung der Führungswalzen z. B. an Falzmaschinen, zur Reinigung von Klebstoffresten oder zur Entfernung von Ablegemarken werden nicht selten leicht verdunstende Lösemittel verwendet.

Dabei kommen häufig Gefahrstoffe wie Aceton, Ethylacetat, Spiritus oder leicht verdunstende Benzine zum Einsatz. Mitunter werden Reinigungsmittel auch bei Wartungs- und Reparaturarbeiten in der Weiterverarbeitung verwendet.

Das Gefahrenpotential dieser Lösemittel hinsichtlich Gesundheits-, Brand- und Umweltschäden ist hoch. Dies sollte insbesondere von Maschinenführern, Einstellern und Handwerkern nicht unterschätzt werden. Eine Ersatzstoffsuche ist daher unumgänglich. So bieten alle renommierten Lösemittel- und Klebstoffhersteller weniger flüchtige Reinigungsmittel z. B. auf Tensid- oder Glykoletherbasis an. Das Entfetten und Reinigen mit diesen alternativen Lösemitteln erfordert allerdings etwas mehr Sorgfalt. Vergessen werden darf aber auch bei Tätigkeiten mit alternativen Lösemitteln keinesfalls der Hand- und Hautschutz.

Für das Reinigen der Maschinen mit Lösemittel sind spezielle, auf das Lösemittel abgestimmte Chemikalienschutzhandschuhe notwendig. Für die zumeist eingesetzten Kohlenwasserstofflösemittel sind Chemikalienschutzhandschuhe aus Nitrilkautschuk geeignet. Für andere Lösemittel sind bei den Herstellern bzw. Händlern geeignete Chemikalienschutzhandschuhe zu erfragen. Bei kurzzeitigen Arbeiten mit geringer mechanischer Belastung können unter Umständen auch Einweghandschuhe getragen werden.

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